Platz & Play

Der Kölner Ebertplatz blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Unter den öffentlichen Plätzen Kölns zählt er derzeit sicherlich nicht zu den populärsten, obwohl ihn tagtäglich sehr viele Menschen passieren. Um dem Ebertplatz neues Leben einzuhauchen, braucht es wohl mehr als ein paar hübsche Pflanzen. Aus diesem Grund luden Studierende der Technischen Hochschule Köln dazu ein, den Ebertplatz neu zu entdecken und mitzugestalten. Vom 20. bis zum 22. Mai 2015 fand in der Projektgalerie »Labor« am Ebertplatz das interaktive Event »Platz & Play« statt.

Bachelor-­ und Masterstudierende der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften sowie der Köln International School of Design unterzogen den Ebertplatz hierfür vorab einer kritischen Analyse. Das interdisziplinäre Team setzte es sich zum Ziel, die vermeintlich widrigen Verhältnisse im Zuge einer dreitägigen Veranstaltung auf die Probe zu stellen.

Das Event »Platz & Play« verstand sich als öffentliche Schnittstelle, um Ort und Menschen auf spielerische Weise zusammenzuführen. Über sinnlich erfahrbare Interventionen, offene Workshops sowie interaktive Installationen ist über drei Tage ein gemeinsamer Kommunikationsraum entstanden. Lichtvorführungen, digitales Gaming sowie das Spiel mit urbanen Klängen waren nur einige Beispiele für das bunte Programm. Die Besucher:innen waren dazu eingeladen, sich aktiv zu beteiligen oder sich von den Installationen inspirieren zu lassen.

Die Angebote bieten praxisnahe Einblicke in die Arbeit mit digitalen Medien und Design. Die gemeinsamen Interaktionen laden zudem dazu ein, mögliche Strategien zur Wiederbelebung des öffentlichen Platzes und der Teilhabe aufzuzeigen.

Durchgeführt wird das Studierendenprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Isabel Zorn, Prof. Andreas Muxel und Eduard Paal.

Klangraum

Ein belebter Stadtraum ist immer der gemeinsamen Interaktion von Vielen zu verdanken. Das verdeutlicht unser Projekt »Klangräume«: Visuell die Kölner U-Bahnpläne aufgreifend und die besondere Architektur des Ebertplatzes einbeziehend, besteht es aus kapazitiven Touchflächen, die an den Waschbetonsäulen angebracht wurden. Bei Berührung jeder dieser Flächen entsteht ein anderer Sound. Der volle Klangraum entsteht erst dann, wenn viele Menschen gleichzeitig mit den Sensoren interagieren.